Über uns – TDFÖ Beirat

TDFÖ Beirat

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Der Beirat von Terre des Femmes Österreich vereint Persönlichkeiten mit öffentlicher Reichweite und ausgewiesener Fachkompetenz. Die Beirätinnen beraten den Vorstand strategisch, schärfen zentrale Positionen des Vereins und intervenieren in frauenpolitischen Schlüsseldebatten. Sie stehen für unterschiedliche Professionen – verbunden durch ein gemeinsames Fundament: die konsequente Verteidigung der Rechte und der Würde von Frauen und Mädchen.

Andrea Brem war langjährige Geschäftsführerin der Wiener Frauenhäuser und Vorsitzende des Frauenrats Österreich, den sie 2026 von Andrea Brunner übernommen hat. Seit Jahrzehnten arbeitet sie an vorderster Front des Gewaltschutzes – operativ wie politisch. Sie verbindet Praxiswissen aus dem Frauenhaus mit strategischer Vernetzung auf Bundesebene und drängt auf verbindliche Schutzstandards, ausreichende Finanzierung und klare Täterverantwortung. Mit dem Sammelband „Am Anfang war ich sehr verliebt“ machte sie Stimmen von Betroffenen öffentlich hörbar. 

Im Beirat steht sie für Realismus: Gewaltschutz ist keine Symbolpolitik, sondern eine Frage staatlicher Prioritätensetzung.

Brigitte Handlos ist Journalistin und langjährige ORF-Redakteurin mit Schwerpunkt Chronik und Gesellschaft. Als Mitbegründerin des Frauennetzwerk Medien setzt sie sich für Sichtbarkeit von Frauen in öffentlichen Diskursen ein. Handlos bringt mediale Erfahrung, analytische Präzision und Interviewkompetenz in politische Debatten ein. Sie versteht es, komplexe Gewalt- und Gleichstellungsfragen öffentlich anschlussfähig zu machen, ohne sie zu verharmlosen. Ihr Essay „Feminismus: Wir stehen auf den Schultern von anderen“ steht exemplarisch für ihren Zugang. 

Im Beirat stärkt sie die mediale Schlagkraft und die strategische Kommunikationsfähigkeit des Vereins.

Elfi Rometsch ist Vorsitzende der Europäischen Gesellschaft für Geschlechtergerechtigkeit Österreich (EGGö) und engagiert sich für die Verteidigung sexbasierter Frauenrechte. Sie positioniert sich in Debatten um Geschlechtsidentität, Self-ID-Gesetzgebung und Schutz weiblicher Räume mit juristischer und politischer Argumentation. Im Umfeld des Athena-Forums (Faika El Nagashi) wirkt sie an europäischen Netzwerken mit, die rechtliche Klarheit im Gleichstellungsrecht einfordern. Ihr Beitrag „Ist es Menschenrecht, eine Frau zu sein?“ steht exemplarisch für ihre Position. 

Im Beirat steht sie für eine konfliktfähige Auseinandersetzung um Begriffe, Rechtssicherheit und institutionelle Folgen geschlechterpolitischer Reformen.

Lisbeth Nadia Trallori ist Soziologien und Politikwissenschafterin, sie forscht zu Hightech der Repro-Genetik sowie deren Auswirkungen und ist u.a. in der Initiative „Stoppt Leihmutterschaft“ aktiv. Sie analysiert die globalen Märkte für reproduktive Dienstleistungen aus der menschenrechtlichen und feministischen Perspektive. Ihr Fokus liegt auf der Kommerzialisierung weiblicher Körper, rechtlichen Grauzonen und den Rechten von Kindern. Mit der Publikation „Der Körper als Ware“. Feministische Interventionen“ und „Strategien der >Normalisierung< zu Technologien der Mietmutterschaft“, erschienen in dem Band „Die neuen Gebärmaschinen?“, trug sie maßgeblich zur deutschsprachigen Debatte über internationale Leihmutterschaft bei.

Im Beirat bringt sie bioethische Expertise und internationale Perspektive ein – mit der klaren Haltung, dass Körperlichkeit nicht käuflich sein darf.

Susanne Wiesinger ist Lehrerin und Autorin, bekannt durch ihre Publikation „Kulturkampf im Klassenzimmer“. Sie thematisiert die religiös begründete Geschlechterungleichheit, Integrationsdefizite und Schutzfragen für Mädchen im Schulkontext. Wiesinger argumentiert aus praktischer Erfahrung und fordert staatliche Durchsetzung von Gleichberechtigung im Bildungswesen. Ihre Interventionen haben bildungspolitische Kontroversen ausgelöst und öffentliche Debatten angestoßen. 

Im Beirat steht sie für die Perspektive der Schule als Schutzraum – und für die klare Forderung, dass Mädchenrechte nicht relativiert werden dürfen.

Beate Wimmer-Puchinger ist klinische Psychologin und Pionierin der institutionalisierten Frauengesundheit in Österreich. 1992 gründete sie das erste Wiener Frauengesundheitszentrum und prägte als langjährige Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien das Wiener Programm für Frauengesundheit. Sie etablierte geschlechtersensible Gesundheitsdaten, Gewaltprävention und kultursensible Versorgung als politische Aufgaben. „Schwangerschaft als Krise“ – hier stellvertretend für eine Vielzahl ihrer Publikationen genannt – macht die psychosozialen Dimensionen reproduktiver Gesundheit sichtbar. 

Im Beirat steht sie für evidenzbasierte Politik und strukturelle Lösungen – mit der klaren Botschaft: Gesundheit ist eine Machtfrage.

Hilde Wolf ist klinische Gesundheitspsychologin sowie Arbeitspsychologin und seit 1999 geschäftsführende Leiterin des Frauengesundheitszentrums FEM Süd im Wiener Gesundheitsverbund (Institut für Frauen- und Männergesundheit). Sie hat FEM Süd maßgeblich aufgebaut und verantwortet Strategie, Personal, Finanzierung, Projektentwicklung und bundesweite Vernetzung. Unter ihrer Mitwirkung wurde die österreichweite FGM/C-Koordinationsstelle als Service- und Kompetenzzentrum strukturell verankert und öffentlich finanziert. Wolf verbindet Community-Arbeit mit institutioneller Durchsetzungskraft und steht für Prävention, kultursensible Gesundheitsarbeit und nachhaltige Strukturpolitik. 

Im Beirat stärkt sie die fachliche Autorität in Fragen geschlechtsspezifischer Gewalt und reproduktiver Gesundheit – mit dem klaren Anspruch, Schutz nicht nur zu fordern, sondern systematisch abzusichern.