ZUKUNFT 11/2025: Warum diese Ausgabe ein feministisches Signal setzt
Gemeinsame Analyse von Die Zukunft, Terre des Femmes Österreich und Dokumentationsstelle Politischer Islam
Die neue Ausgabe der ZUKUNFT 11/2025 DER POLITISCHE ISLAM setzt einen deutlichen Akzent: Feminismus, Aufklärung und demokratische Grundrechte geraten zunehmend unter Druck – nicht durch offene Debatte, sondern durch eine Kultur moralischer Empfindlichkeit, die Kritik delegitimiert und Konflikte tabuisiert. Das Editorial von Alessandro Barberi, Viktoria
Kriehebauer, Marlies Ettl und Lisa Fellhofer beschreibt präzise, wie religiöse Sensibilitäten politische Räume verschieben und ein clash of confessions entsteht, der weit über akademische Diskussionen hinaus wirkt.
Politischer Islam: Analyse eines Machtkonflikts
Mehrere Beiträge des Hefts zeigen, wie zentral die Auseinandersetzung mit dem politischenIslam für die Zukunft der Demokratie und die Rechte von Frauen und Mädchen ist:
- Abdel-Hakim Ourghi legt offen, dass der moderne islamistische Antisemitismus tief in religiösen Traditionen verwurzelt ist und nur durch selbstkritische Aufarbeitung überwunden werden kann.
- Necla Kelek argumentiert, dass Demokratie an den Rechten der Frauen gemessen wird – und dass patriarchale Normen, etwa beim Kopftuch oder bei Imam-Ehen, unvereinbar mit den Grundwerten der Republik sind.
- Marlies Ettl führt in das Werk der französischen Feministin Caroline Fourest ein, die beschreibt, wie identitätspolitische Milieus in Europa die linke Religionskritik schwächen und damit autoritären Religionsnormen Raum geben.
- Andrea Romstorfer zeigt, wie Islamismus, linker Multikulturalismus und rechter Ethnopluralismus ideologische Überlappungen erzeugen, die antisemitische und frauenfeindliche Muster verstärken.
Säkularität und Mädchenrechte
Im Interview betont Nina Scholz, dass Religionsfreiheit kein „Grundrecht de luxe“ sein darf, das Mädchenrechte relativiert.
Armin Pfahl-Traughber und Ruşen Timur Aksak analysieren, wie sich Kooperationen zwischen islamistischen und linken Gruppen bilden und warum die Linke ihre eigene säkulare Tradition verteidigen muss.
Susanne Wiesinger beschreibt die schulische Realität, in der der Kulturkampf längst angekommen ist.
Lisa Fellhofer ordnet den religiösen Extremismus als demokratiepolitische Schlüsselherausforderung ein.
Warum TDFÖ diese Debatte führt
Für Terre des Femmes Österreich ist klar:
Mädchenrechte, Frauenrechte und Säkularität gehören zusammen.
Ohne eine offene, unbequeme Debatte über den politischen Islam werden weder demokratische Grundrechte noch weibliche Selbstbestimmung wirksam geschützt.
Die ZUKUNFT 11/2025 liefert dafür eine fundierte, klare und differenzierte Grundlage.
Wir danken Chefredakteur Alessandro Barberi für die enge Zusammenarbeit und die inhaltliche Konsequenz dieser Ausgabe.
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Mitfrauen erhalten dieses Heft bei allen Veranstaltungen von Terre des Femmes Österreich.


